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Auf dieser Seite haben Züchter die Möglichkeit  "Zuchtversuche", Verpaarung verschiedener Farbenschläge, Verpaarung mit anderen Rassen ect. zu veröffentlichen. Andere Züchter haben so die Möglichkeit von diesem Wissen zu profitieren und es ggf. in ihrer Zucht umsetzten.

Zuchtjahr 2017     1,0 rotfahl X 0,1 blau-gehämmert aus der Zucht von Ralf Kinze

 

           
Der rotfahle Täuber ist ein Originaltier von Hans Langner,  Die blau-gehämmerte Täubin ist aus der Zucht von Jens Behrens und hat schwarze Vorfahren, die in blaue, schwarzbindige Mövchen eingekreut wurden.        

Jungtiere aus 2017

         

Da der rotfahle Vater spalterbig auf gelbfahl ist, fallen in seiner Nachzucht mit der blau-gehämmerten Täubin zu 25 % verdünntfarbigeTäubinnnen. Diese sind entweder  gelbfahl oder gelbfahl-gehämmert.

 

Sehr schöner Jungtäuber in rotfahl-gehämmert. Er hat enorme Kopfpunkte und eine schöne Haubenfeder. Dieser Täuber ist spalterbig auf die Grundfarbe blau. Ob er auch spalterbig auf Verdünnung ist, das kann man nur durch Testverpaarungen feststellen. Vom Vater hat er die rote Grundfarbe vererbt bekommen und von der blau-gehämmerten Mutter hat er die Hämmerung bekommen.

 

Neben den links beschriebenen Farbenschlägen können auch rotfahl und gelbfahl-gehämmerte Junge fallen. Ein gelbfahl-gehämmertes Junge liegt bereits im Nest. Auch dieses Junge ist mit Sicherheit eine Täubin. Man kann gespannt sein, wie es sich entwickeln wird.

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Zuchtjahr 2016 Farbkreuzung 1,0 rot X 0,1 blaufahl mit dunklen Binden

aus der Zucht Ida Mommsen/ Lentföhrden

   

   

Eher aus der Not heraus ist dieses Zuchtprojekt entstanden. Ida züchtet blaufahle und rot Altdeutsche Mövchen. Diese beiden Alttiere waren" übrig" und wurden miteinander verpaart, da es keine passenden Partner für sie in ihrem Farbenschlag gab. DIe Roten aus dieser Zucht hatten noch nicht die Qualität, wie die Blaufahlen. Eine Kreuzung war deshalb durchaus vielversprechend.

 

Zuchtjahr 2017 

1.  Rückpaarung der Täubin an einen roten Täuber:

 

Die F1 aus der linken Verpaarung brachte diese Täubin, die vom Typ her schon sehr ansprechend ist. Alle Jungtiere aus der Verpaarung waren rot, da sich rot dominant über blaufahl vererbt (und die Regeln der geschlechsgebunden Vererbung wegfallen).

 

Allerdings liefen dIe Schwingen der Täubin hell aus. Zuchtziel sind durchgefärnte Schwingen. Aber ein erster Schritt war getan.

       

Rechts die Täubin aus der F 1, links der rote, reinerbige Täuber.

  Die Einkreuzung hatte noch einen ganz anderen positiven Effekt: die Zuchtfreudigkeit hat sich enorm verbessert. Es liegen pro Brut regelmäßig zwei Junge im Nest, die von den Elterntieren ohne Probleme großgezogen werden.   Allerdings haben die Jungtiere noch hell auslaufende Schwingen. Es wird sicherlich noch ein paar Generationen/ Rückpaarungen an rot dauern, bis sich die Schwingen bei den Nachzuchttieren durchgefärbt zeigen werden.

 

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Zuchtjahr 2016 Erfahrungen mit dem aschfahlen Farbenschlag

aus der Zucht von Ralf Kinze

Um den aschfahlen Farbenschlag ist es sehr ruhig geworden. Es gibt eigentlich keine Zucht, die sich ausschließlich mit diesem Farbenschlag beschäftigt. Sie werden fast nur "nebenbei" gezüchtet. Neben Ralf Kinze hat auch noch unser Ehrenvorsitzender Wilhelm König Tiere im  aschfahlem Farbenschlag. Aschfahle entstehen ganz einfach durch eine Farbkreuzung. Paart man Rotfahle Täuber mit schwarzen (reinerbigen!) Täubinnnen, so hat man bereits in der F1 nur aschfahle Nachzucht, da sich "rot" über "schwarz" dominant vererbt. Von der Mutter haben die Jungen den so genannten Ausbreitungsfaktor bekommen, so dass die Jungen einfarbig "hell-rotfahl" erscheinen, wobei die Binden nicht mehr erkennbar sind. Alle Nachzuchttiere der F 1 sind spalterbig auf bindige Farbenschläge, die Söhne zusätzlich auf Farbenschläge der Grundfarbe blau.

   

   

Links im Bild ist der  Täuber zu erkennen, der spalterbig auf die Farbenschläge der  Grundfarbe blau mit schwarzen Binden ist. Er ist ein Originaltier von Gerd-Wilhelm Culemann, das durch Farbkreuzungen entstanden ist.

 

Einen eindeutigen Beweis, bezüglich der Spalterbigkeit des Täubers kann man hier auf dem Bild sehen. Aufgrund der geschlechtsgebundenen Vererbung handelt es sich bei dem schwarzen Tier  hundert prozentig um eine Täubin.

  Der obige aschfahle Jungtäuber (F1) ist sehr typhaft. Auf dem Foto kann man den Stand nicht richtig beurteilen, da er sich in Abwehrhaltung präsentiert. Dieser Täuber ist schon sehr gleichmäßig im Farbton.

 

         

Durch den Ausbreitungsfaktor, den beide Elterntiere tragen, fallen auch immer wieder Tiere in rot-gesäumt an, die mehr oder weniger korrekt gezeichnet sind. Aufgrund der Vielzahl der möglichen Farbenschläge, die in der Nachzucht fallen können, ist die Zucht des sehr schönen Farbenschlages aschfahl nicht ganz einfach.

 

 

 

 

   

aus der Zucht von Willi König 7/ 2016

 

         

Aschfahles Zuchtpaar bei Wilhelm König. Gut im Bild zu erkennen ist der leichte Bindenansatz beim linken Tier. Aschfahle mit einer gleichmäßigen und hellen Farbe zu züchten ist extrem schwierig. Auch Wilhelm berichtet, dass in der Nachzucht immer wieder gesäumte oder auch Tiere mit Bindenansatz fallen.

 

Jungtier aus dem linken Paar mit sehr klarem und hellem Schild.

 

 

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2016/ Verbesserung von Vitalität und Zuchtfreudigkeit des blaufahlen Farbenschlages

aus der Zucht von Jens Behrens

Da es sich bei dem blaufahlen Farbenschlag um einen Verdünntfarbenschlag handelt, muss man regelmäßig andere Farbenschläge einkreuzen, um die Farbe "zu erhalten", aber auch, damit die Nachzucht nicht immer kleiner wird. Das geht Züchtern vom gelbfahlen Farbenschlag genauso. Auch sie müssen regelmäßig andere Farbenschläge in ihre Zucht einpaaren. Da blaufahl die Verdünnung von blau mit schwarzen Binden ist, bieten sich da in der Regel "Blaue" zum Einkreuzen an. Es eignen sich aber auch andere Farbenschläge, wie z. B. blau-gehämmerte Tauben. Aufgrund der geschlechtsgebundenen Vererbung ist es ratsam, immer eine Täubin einer anderen Farben einzukreuzen. Ist der Täuber blaufahl, so werden die Töchter 100% blaufahl sein, bei einem gehämmerten Elternteil zu 50% blaufahl-gehämmert, da sich die Hämmerung nicht geschlechtsgebunden vererbt. Ein emenser Vorteil. Theoretisch kann man auch rotfahle und rotfahl-gehämmerte Mövchen in die Blaufahlen einkreuzen. Das ist allerdings mit einem gewissen Risko verbunden, da sich bei diesen beiden Farbenschägen unter dem roten Farbenton genetisch gesehen ein "Bronzefaktor" verbergen kann. Dieser Bronzefaktor vererbt sich unabhängig von der Grundfarbe. Die aus der Verpaarung 1,0 blaufahl x 0,1 rotfahl-gehämmert fallenden blaufahlen bzw. blaufahl-gehämmerten Töchter haben dann mehr oder weniger der Züchter spricht hier von "Rost in den Binden bzw. der Hämmerung". Das vererbt sich sehr hartnäckig weiter, und solche Tiere sind nicht für die Zucht zu gebrauchen. Tragen die Täubinnen aus der Grundfarbe rot nicht den Bronzefaktor, so sind diese Tiere zum Einkreuzen durchaus geeignet.

Verpaarung von 1,0 blaufahl x 0,1 rotfahl-gehämmert

       

Bei einem Züchterbesuch bei Jürgen Schmidt  bekam ich diese sehr schöne Täubin, die etwas matt in der  Farbe war und vermuten ließ, dass sie nicht verdeckt den Bronzefaktor tragen würde.

 

Paart man verschiedene Farbenschläge miteinander, so macht es wenig Sinn, es mit mittelmäßigen Tieren zu probieren. Der auf dem Bild abgebildete blaufahle Täuber hat auf der VDT-Schau in Leipzig 2015 V 97 EB erungen. Sein "blauer" Großvater wurde im Jahr 2013 Europachampion. Seine blaue Großmutter wurde 2010 Europachampion.

 

Gleich bei der ersten Brut waren zwei blaufahle Junge im Nest, die beide keine Rosteinlagerung in den Binden haben.

         

Das Nestpaar mitten in der Mauser. Beide Tiere sind korrekt gezeichnet. Es wird sich zeigen, wie sie sich nach der Mauser entwickelt haben.

 

In der zweiten Brut war nur ein Ei befruchtet, das Resultat kann man hier auf dem Bild sehen. Dieser Täuber ist spalterbig auf Verdünnung und kann ggf. an blaufahle Täubinnen zurückgepaart werden.

 

 

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2016 F1/  Verbesserung der Blaufahlen über Einkreuzung einer schwarzen Täubin

         

Die schwarze Täubin aus der Zucht von Wilfried Kuhnert hat bereits bei den Gelben in der Zucht von Markus Barghorn "gute Dienste geleistet". Jetzt sollte sie auch in die Blaufahlen zur Verbesserung der Haubenfederhöhe eingekreuzt werden. Aufgrund der geschlechtsgebundenen Vererbung ist es auch hier sinnvoll eine Täubin einzukreuzen. Alle Töchter aus dieser Verpaarung werden verdünntfarbig sein, alle Söhne werden einer dominanten Farbe angehören. Bei schwarzen Tauben handelt es sich  gentisch gesehen hauptsächlich um Blaue mit schwarzen Binden oder um blau-gehämmerte Tauben, die zusätzlich einen Ausbreitungsfaktor tragen. Dieser Ausbreitungsfaktor vererbt sich dominant und so erscheinen die Tiere schwarz .

 

Wie erwartet gehören die Töchter aus dieser Verpaarung einer Verdünntfarbe an. Sie sind dunfarbig. Genetisch gesehen sind diese beiden Tiere blaufahl mit dunklen Binden  mit den Ausbreitungsfaktor, den sie von der Mutter geerbt haben. Daher sind sie nicht blaufahl, sondern dunfarbig. Diese Töchter tragen den Ausbreitungsfaktor nur einmal. Sie sind also spalterbig auf Bindigkeit. Zurück gepaart an Blaufahle bringen sie zu 50 % blaufahle oder blaufahl-gehämmerte Junge und zu 50 % dunfarbige Junge  - in beiden Farbenschlägen fallen dann zu gleichen Anteilen Täuber bzw. Täubinnnen

 

 

2017           1. Rückpaarung  0,1 dun X 1,0 blaufahl

 

           
0,1 dun aus 2016 X 1,0 blaufahl  

 

   

 Unten auf den Bildern sind die ersten Jungen zu sehen. Auf den beiden linken Bildern die Jungen der 1. Brut, auf dem rechten Bild die Jungen der 2. Brut. Die Wahrscheinlichkeit, dass blaufahle bzw. blaufahl-gehämmerte Junge fallen, lag bei 50%. Leider hat es bis jetzt noch nicht geklappt. Die Alttiere sind jetzt aber bei der dritte Brut - vielleicht klappt es dann.

       
   

 

 

 

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Verbesserung der Farbenschwänze über Einkreuzung von Amerikanischen Kalotten

aus der Zucht von Ralf Scheschi

Die Farbenschwänze kommen von der Güte her nicht an die schildigen Farbenschläge heran. Obwohl immer wieder schildige Mövchen in die Farbenschwänze eingekreuzt wurden, berichten Züchter, dass der anfängliche "positive" Effekt nach wenigen Generationen bereits erloschen ist. Letztes Jahr hat nun unser 1. Vorsitzender Ralf Scheschi begonnen sich den Farbenschwänzen zu wirdmen. Dies ist ein sehr gutes Projekt, das die Zusammenarbeit mehrer Züchter demonstriert. Aus der Zucht von Ulrich Tognino bekam Ralf u. a. einen sehr schönen roten Farbenschwanztäuber, den er an eine Amerikanische "Helmettäubin" verpaarte. Ebenfalls verpaarte er eine gelbe Farbenschwanztäubin aus der Zucht von Ralf Kinze an einen 1,0 Amerkanische Kalotte.

       

1,0 Amerkanische Kalotte  x 0,1 Farbenschwanz in gelb

 

"Reines Helmetpaar". Ralf züchtet auch Kalotten nach, um andere Zuchtfreunde zu unterstützen. Einige Tiere der F1 sind schon für unseren 1. Kassierer Frank Reichenbecker reserviert, der sie in seine schwarzen Farbenschwänze einkreuzen wird.

  Die ersten Jungtiere (links) aus der Verpaarung der beiden Rassen. Gut zu sehen, dass die "Helmetzeichnung" bei den Jungen bereits vollständig verschwunden ist. Alle Nachzuchttiere haben noch kein Jabot. Das wird sicherlich in der F2 auftreten.

Bilder: Jens Behrens

   

   

 

 

Schön durchgefärbter Schwanz ohne weißen Keil.

 

Züchterbesuch von J. Behrens bei Ralf Scheschi. Im Hintergung gut zu erkennen, dass Ralf einige Paare in Boxen hält, um eine Fremdbefruchtung auszuschließen.

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2016 Verbesserung des gelben Farbenschlages über Einkreuzung den Farbenschlag schwarz

aus der Zucht von Marcus Barghorn

Zur Zeit ist der schwarze Farbenschlag mit der führende bei den Altdeutschen Mövchen. Die Schwarzen bestechen u. a.  durch hohe Haubenfedern und schönen Kopfpunkten. Um möglichst schnell gelbe Jungtiere zu bekommen, ist es ratsam, aufgrund der geschlechtsgebundenen Vererbung, eine schwarze Täubin an einen gelben Täuber zu setzen. Die Töchter aus dieser Verpaarung gehören dann zur Grundfarbe "rot" und werden verdünntfarbig, also gelb, sein. So sollte es in der Theorie sein. Aber, da schwarze Tauben den so genannten Ausbreitungsfaktor in sich tragen, kann es zu kleinen Überraschungen kommen. Die Jungen in der F1 auf den Bildern unten belegen dies eindeutig:

       

1,0 rot-gesäumt. Wie erwartete gehört der Sohn aus der oben genannten Verpaarung der Grundfarbe "rot" an. Der hier abgebildete Täuber ist nach der Mauser noch aufgehellt. Die "schlechte" Farbe ist aber irrelevant, da er zurück in die "Gelben" gepaart werden soll.

 

Ebenfalls aus der oben beschriebenen Verpaarung ist eine dunfarbige Täubin gefallen, die sicherlich ebenfalls gute Dienst bei einer Zurückpaarung an Gelbe liefern wird.

 

Wie erwartet sind die Töchter verdünntfarbig. Hier oben auf dem Bild eine Gelb-gesäumte. Diese drei Farben sind entstanden, da die schwarze Mutter den so genannten Ausbreitungsfaktor trägt. Aus einem Emailverkehr mit Prof. Sell hat Marcus erfahren, dass man alle drei Farbenschläge gut an gelbe Altdeutsche Mövchen zurückpaaren kann, um diese zu verbessern.

       

Auf dem linken und rechten Bild ist gut zu erkennen, dass der Rot-gesäumte über eine enorm hohe Haubenfeder verfügt.

 

Da der Täuber spalterbig auf den Farbenschlag "gelb" ist, wird er hier sicherlich gute Dienste leisten, um diesen zu verbessern.

 

Die scharze Mutter "der drei" aus der Zucht von Wilfried Kuhnert.

Bilder von Marcus Barghorn

 

2017 Rückpaarung desoben abgebildeten rot-gesäumten Täubers an eine gelbe Täubin, um die die gelbe Farbe zu verbessern

         

Der jährige rot-gesäumte Täuber ist in der Farbe sehr nachgedunkelt und erscheint in der Farbe nahezu vollkommen rot.

 

Diese Täubin wurde in 2017 an ihn gepart.

 

 

 

       

Erwartungsgemäß hat das obige Paar in der Nachzucht u. a. rote Nachzucht gebracht. Das rechte Junge stammt aus der obigen Verpaarung, das linke Junge ist nur zum Vergleich mit auf dem Foto und ist "über rot" gezogen worden. Deutlich zu sehen ist ein Farbunterschied. Das rechte Junge, das eine schwarze Großmutter hat,  ist matt in der Farbe. Das linke Junge ist intensiver rot gefärbt. Da das rechte Junge zurück in die gelben gepaart werden, steht die intensität der Farbe züchterrisch nicht im Vordergrund.

 

Nicht nur aufgrund der sehr guten Rassemerkmale, die vorzugsweise im schwarzen Farbenschlag vorhanden sind, wurde die schwarze Großmutter eingekreuzt, sondern auch, um die Schwingen durchgefärbter zu bekommen.HIer im Bild ist der Flügel des Jungtieres zu sehen, das aus der obigen Verpaarung entstanden ist. DIe Schwingen sind schön durchgefärbt.

 

Im Vergleich hierzu, der Flügel der linken Taube im 1. Bild ganz links zu sehen. Die Schwingen sind nicht durchgefärbt.

 

 

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 2016 Wiedererzüchtung des blau-weißbindigen Farbenschlages

durch Jens Kunde

Obwohl Altdeutsche Mövchen in blau mit weißen Binden im Standard geführt werden, werden sie in Deutschland so gut wie gar nicht mehr gezüchtet. Lediglich Jorgen Primdal aus Dänemark befasst sich  mit diesem Farbenschlag.  Da Jens großes Interesse an diesem Farbenschlag hat, hat er sich entschlossen ihn wieder neu zu erzüchten. Eine Motivation hierfür war, dass sich Blaue mit weißen Binden in Reinzucht züchten lassen, da man keinen zweiten Farbenschlag für die Zucht benötigt, wie dies bei den Hellblauen mit weißen Binden der Fall ist. Hellblaue mit weißen Binden können nur mit schwarzbindigen Altdeutschen Mövchen gezüchtet werden. Die Altdeutschen Mövchen in blau mit weißen Binden wurden ursprünglich einmal von Rainer Dammers erzüchtet und zur Anerkennung gebracht. Er verwendete hierfür Orientalische Mövchen und Altdeutsche Mövchen. Rainer vermutet, dass deshalb die Nachtzucht aus dieser Ausgangsverpaarung nicht besonders zuchtfreudig war. Genau aus diesem Grund hat Jens Kunde nun sein Projekt mit Süddeutschen Schildtauben gestartet, da Süddeutsche Schildtauben bekanntlich ausgesprochen gut züchten.

 

       

 

Die Ausgangstiere: 1,0 Süddeutsche Schildtaube verpaart mit einem Altdeutschen Mövchen in blau mit schwarzen Binden.

 

 

 

 

Auf dem Bild ist das 1. Kreuzungstier zu sehen, das bereits richtig gezeichnet ist.

 

   

   
Die Weißbindigkeit bei Blauen mit weißen Binden wird durch mehrerer genetische Faktoren erreicht. Blaue mit weißen Binden tragen den so genannten Toy stencil Faktor. Erst durch strenge Zuchtauswahl kann man es erreichen, dass die Binden, die starke Bronzeeinlagerungen haben, weiß werden. Wie zu erwarten  sind die Jungen, die aus der oben genannten Verpaarung gefallen sind, "bronzebindig".  

Hohe Hauben, mittellange Schnäbel und kein Jabot sind typisch für die F1.

 

 

Die ersten Jungen aus der Zuchtsaison 2016!

 

 

       

Drei von den obigen Jungen, kurz vor Abschluss der Mauser. Die Binden sind bei einigen Tieren schon  ziemlich aufgehellt.

 

Sicherlich ein guter Anfang in der F1. Zukünftig muss man nun durch geschicktes Verpaaren versuchen, die Binden reinweiß zu züchten. Jedes Zurückpaaren an Altdeutsche Mövchen in blau mit schwarzen Binden wird immer wieder in der F1 Tiere mit rostigen Binden hervorbringen. Altdeutsche Mövchen in blau mit weißen Binden zu erzüchten ist eine wirkliche Herausforderung!

  Wir wünschen Jens Viel Erfolg!

 noch im selben Jahr hat Jens die Jungtiere untereinander verpaart, um eine schnellere (F2) zu erreichen:

           

Der Jungtäuber aus 2016 zeigt schon deutlich aufgehellte Binden.

 

Bei der Mutter und auch bei dem Vater auf dem linken Bild kann man noch deutlich die Einkreuzung von Süddeutschen Schildtauben erkennen.

 

Das 1. Junge aus der F2.

 

Jens berichtet, dass das Jungtier bereits als Nestjunges Aufhellungen in den  Binden hatte. Das war bei den Elterntieren nicht so. Hier konnte man die aufgehellten Binden erst nach der Mauser deutlich erkennen.

2017 1. Rückpaarung      0,1 (F 2) aus 2016 X 1,0 Altdeutsches Mövchen in blau mit schwarzen Binden

 

   

   

Die Mutter (F2) mit schon recht hellen Binden, doch vom Aussehen her noch sehr wie eine Süddeutsche Schildtaube.

 

Die 1. Rückpaarung der Mutter (F2) im ganz linken Bild an ein Altdeutschen Mövchen in blau mit schwarzen Binden hat die obigen beiden Jungen gebracht. 

Das obige Junge, vermutlich eine Täubin, hat einen leichten Bronzeanflug in den Binden und die Schnabellänge hat sich bereits deutlich verkürzt.

 

Beide Jungen haben bereits einen Ansatz zum Jabot.

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Zuchtjahr 2014:

Zuchtversuch 2014 Aufzucht von drei Jungen

aus der Zucht von Jens Behrens

Wie jedes Jahr werden in meiner Zucht die Zuchtpaare spätestens Ende Juli getrennt. Von Zeit zu Zeit kommt es aber vor, dass ich Umverpaarungen vornehme und dann noch Spätbruten zulasse. Im Nachfolgenden habe ich das Aufzuchtverhalten eines Paares Altdeutscher Mövchen 1,0 blau ohne Binden X 0,1 blau mit schwarzen Binden (spalterbig auf hohlig) mit Fotos dokumentiert. Beide Tiere hatten dieses Jahr schon erfolgreich mit anderen Partnern gebrütet. Auch dieses Paar hatte bereits zweimal gebrütet und fiel dadurch auf, dass sie "besonders" liebevoll mit sich und ihren Jungen umgingen. Obwohl sie bereits getrennt waren, nutzen sie jede Möglichkeit über meinen Kopf hinweg fliegend zueinander zu kommen. So ließ ich eine weitere Brut zu. Nach nur sieben Tagen lagen dann bereits zwei Eier im Nest. Ich habe dann ein drittes Ei eines anderen Paares hinzugelegt. Alle drei Eier waren befruchtet!

       

 Nach genau 18 Tagen schlüpften innerhalb von fünf Stunden alle drei Jungen. Während der Brutzeit war immer wieder einmal ein Ei kalt geworden, so dass es mich verwunderte, dass alle drei Jungen fast zeitgleich schlüpften. Damit man das dritte Junge von den anderen Beiden unterscheiden konnte, wurde dieses mit einem blauen Edingstift farbig markiert.

 

 Die Jungen, die hier in der Hand fotographiert wurden, zeigen deutlich, dass sie voll angekröpft wurden. Ich ziehe meine Blaufahlen immer über Blaue mit schwarzen Binden. Ich habe beobachtet, dass die blaufahlen, frisch geschlüpften Jungen in meiner Zucht lediglich am Hinterkopf eine kleine kahle Stelle haben. Nach zwei bis drei Tagen verlieren sie dann ihre Duhnen und sind damit als verdünntfarbig klar identifizierbar.

 

 Alle drei Aufnahmen sind vom 24.07.2014. Die Jungen sind jetzt zwei Tage alt.

 

       
Während der gesamten Brutzeit  hockten immer wieder beide Elternteile über Stunden gemeinsam im Nest. 27.07.2014  

 29.07.2014

  Die ersten Federkiele erschienen um den 31.07.2014 herum. Hier kann man deutlich erkennen, dass das 3. Junge blaufahl mit dunklen Binden wird.

 

       

01.08.2014 Die auf dem Foto zu sehenden gefüllten Kröpfe der Jungtiere beweisen deutlich, wie gut und fürsorglich die Elterntiere ihre Jungen versorgt haben.

 

 

04.08.2014

  09.08.2014

 

       

 

 

13.08.2014

 

 

24.08. Die Jungen sind abgesetzt und machen erste Versuche zu fliegen.

Es war interessant zu beobachten, dass die Altdeutschen Mövchen auch drei Jungtiere ohne Probleme groß bekamen. Die Zuchtfreudigkeit der Altdeutschen Mövchen varriert ein wenig von Farbenschlag zu Farbenschlag und hängt letztendlich auch davon ab, ob der Züchter darauf achtet, dass seine Tiere diese Eigenschaft besitzen. Fairer Weise muss man aber an dieser Stelle betonen, dass das oben beschriebene Brutverhalten eher die Ausnahme ist. Altdeutsche Mövchen machen gut zwei Junge groß  - aber, dass dieses Paar drei Junge großgezogen hat, dass ist schon etwas Besonderes und liegt sicherlich daran, dass es sich bei dem Paar um ein "echtes" Liebespaar handelt! Auch führen  beide Elternteile, wenn auch schon fünf Generationen zurück, Blut von Süddeutschen Schildtauben.

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